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Im Engadin


Weiter gehts von Sta Maria bergauf nach Lü. Es ist heiss und der Weg führt sonnseitig bergauf. Den Apfelstrudel in der schattigen Gartenwirtschaft in Lü haben wir uns verdient. Danach geht der Aufstieg bis zur Passhöhe des Costainas Passes wie von selber. Das stimmt zwar nicht es ist immer noch heiss und steil. Dafür ist der Abstieg nach Tamangur einfach. Ein breites Tal öffnet sich, die Alphütte von Tamangur, viel Glockengebimmel und vorallem Natur pur. Heute Abend stellen wir unser Zelt auf einem Picnic Platz auf. Der Abfalleimer ist bärensicher und auch wir bringen ihn nicht auf Anhieb auf. Den Abend verbringen wir vor dem Lagerfeuer, so dass wir noch tagelang nach Rauch riechen.

In S-charl treffen wir unsere Freunde Annerös und Alfred wieder. Sie werden zwei Tage mit uns wandern. Nach einem ausgiebigen Frühstück steigen wir zusammen hoch Richtung Sesvenna Pass. Es ist ein langer Aufstieg, aber plaudernd geht das wie von alleine. Auf einer Höhe von

2600m passieren wir einen kleinen Gletschersee, farbig wie eine Schwefelquelle. Alfred hält auch der kalte Bergwind nicht von einem Bad ab. Der Rest der Wandergruppe beschäftigt sich mit warm anziehen und Sandwich essen. Alfred bekommt erst 200 Höhenmeter später wieder warme Füsse. Doch nicht viel später sitzen wir am nächsten schönen Bergsee, die Sonne scheint und der Wind hat abgeflaut und jetzt stürzen sich Hanspeter und Alfred erneut ins kalte Nass.

Wir stellen unser Zelt bei der Sesvennahütte auf und geniessen den Luxus der Hütte.

Der Abstieg durch die Uinaschlucht nach Sur En ist spektakulär. Der Felsenweg ist schmal und die Felswände ragen senkrecht zum blauen Himmel hoch. Tief unterhalb tost das wilde Wasser.

Viele Mountainbiker sind in der Schlucht unterwegs, müssen aber ihre Räder schieben oder teilweise tragen.

Mit dem Postauto fahren wir nach Scuol, wo wir einen geselligen Abend mit Flühmanns verbringen, die in Scuol in den Ferien sind.

Am anderen Morgen in Scuol nutze ich die Zivilisation um im Medical Center meine Rötung an der Pobacke zu zeigen. Ob dies eine Reaktion auf einen Zeckenbiss ist? Auch der diensthabende Arzt ist unsicher. Mir wird Blut abgezapft, Antibiotika gibts ins Gepäck und in drei Tagen kann ich das Blutresultat telefonisch nachfragen. Ich hoffe, das Antibiotika bleibt ungeöffnet im Rucksack.

Wir verabschieden uns von Alfred und Annerös. Sie machen heute eine andere Tour als wir und fahren anschliessend nach hause.

Wir steigen in der heissen Mittagshitze auf nach Sent und weiter ins Val Sinestra. Oberhalb von Zuort wählen wir einen Platz für unser Zelt aus. Nach der obligaten Katzenwäsche am Fluss, merken wir, dass sehr viele Waldameisen umher krabbeln, da wo unser Zelt stehen sollte. Wir wechseln unseren Standort. Auch da ist nicht alles ideal. Beim Aufstellen des Zeltes sehen wir ganz in der Nähe einen Ameisenhaufen und als ich mich auf den nahen Stein setze, werde ich von Bienen umschwirrt. Ich jucke auf, renne weg und kann die Wildbienen abwimmeln. Habe ich doch mit den Schuhen ein Wildbienennest losgetrampelt.

Nach all den Schrecken verbringen wir eine ruhige, klare Nacht mit einem wunderschönen Sternenhimmel.


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