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Zurück in der Schweiz


Nein, schön ist es nicht, wenn man am Morgen verschlafen den Zeltreissverschluss öffnet und der Nieselregen aus dem Nebel direkt ins Zeltinnere tropft. So ergeht es uns am Morgen beim Refugio Pastore. Unser Zelt ist klein. Wanderschuhe, wie auch der Rucksack haben keinen Platz drin und müssen über Nacht draussen bleiben.So ist heute Morgen alles ziemlich nass und auch die ausgewaschene Unterhose, die auf einem Felsen trocknen sollte, ist flotschnass. Da darf nicht viel studiert werden und wir packen alles in den Rucksack. Nass oder trocken. Nach einem feinen Frühstück steigen wir hoch Richtung Passo del turlo. Der vierstündige Aufstieg machen wir leider im Nebel. Etwas eintönig so ohne Aussicht. Der Weg ist mit grossen Steinplatten gepflästert, Serpentine um Serpentine.

Oben angekommen, verstehen wir auch den Namen, Türlipass. Der Passübergang ist ein enger Durchgang wie eine Türe auf die andere Seite der Bergkette. Kurze Zeit nach dem Abstieg lichtet sich der Nebel und es wird sonnig. Der Blick ins enge Tal, weit unten der Stausee, lassen uns die Knie etwas schlottern als Vorahnung wie lange der Abstieg sein wird.

Nach achtstündiger Wanderung erreichen wir den Zeltplatz in Isella. Die nette Frau vom Camping holt uns einen Salat aus dem Garten, auch wenn sie normalerweise kein Essen für die Gäste zubereitet.

Am nächsten Morgen sind wir froh, unseren Knies etwas Erholung zu gönnen. Heute heisst es nur Aufstieg. Es hätte eine Bergbahn auf den Moropass auf 2800 m. Wir beschliessen aber die 1600 Höhenmeter aufzusteigen. Aber mit der Bergbahn geben wir einen Grossteil des Gepäcks mit. In 20 Minuten sei der Rucksack oben, meint der Bahnangestellte. Wir brauchen etwas länger.

Vier Stunden steht auf dem Wegweiser. Die letzte Stunde laufen wir auch wieder im Nebel.

Dieser begleitet uns der ganze Abend und wir sind etwas enttäuscht, hätte man doch vom Moropass eine hervorragende Aussicht auf das gigantische Monte Rosa Massiv mit Dufourspitze.

Wir verbringen einen geselligen Hüttenabend mit einer sympathischen Familie aus Saas Fee.

Zum Glück sind wir oben übernachtet. Am anderen Morgen ist es wolkenlos und die Aussicht auf Berge und Gletscher ist imposant.

Der Abstieg auf der Schweizerseite erfolgt über blanken Felsen, der aber griffig ist und somit ungefährlich. Heikle Stellen sind mit Seilen gesichert. Schnell sind wir unten am Mattmark Stausee und auch der Abstieg nach Saas Almagell ist problemlos.

Da gehts mit dem Postauto und Zug heim. Wir wollen einen Tag daheim verbringen. Wir freuen uns auf Mona und Svenja.


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