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Flaach ist nicht flach


Gemütlich waren die Tage mit Sabine, meiner Schwester. Das heisse Sommerwetter haben wir genossen. Mal an der Emme, mal an der Aare. Auch ein Ausflug mit den Eltern ins Oberland und ein Familienfest standen auf dem Programm. Sabine ist wieder nach Italien abgereist, von Hanspeters gestrigem Geburtstag die Küche aufgeräumt und meine sieben Sachen gepackt.

Erst heute Morgen habe ich mich entschieden, nicht im Tessin weiter zu wandern, sondern in der Nordostschweiz mit dem Velo der Grenze nach zu pedalen.

Die heftigen Gewitter mit Überschwemmungen im Tessin liessen die Überquerung des Monte Generosos nicht zu.

Darum packe ich heute Morgen die Fahrradtaschen, an Stelle des Rucksacks, das wasserdichtere aber schwerere Zelt und reise mit dem Zug nach Laufenburg, wo ich letztes Mal verblieben bin.

Die Sonne scheint und ich mag knapp 8 km radeln, bis ich dem grünen Rhein nicht mehr widerstehen kann und schon eine Badepause einlege. Das passt mir!

Ich radle ganz nah am Kernkraftwerk Leibstadt vorbei, gut markiert auf dem Rhein-Radweg. Praktisch ist es, ohne Kartenstudium den roten Wegweiser zu folgen.

In Zurzach und auch in Kaiserstuhl mache ich längere Pausen.

Bis nach Flaach sind es nur noch

20 km, knapp eine Stunde Fahrzeit. Dass nach Eglisau aber ein Hügelzug überquert werden muss, überrascht mich. Auch die schwarzen Wolken sind plötzlich da.

Mit den ersten grossen, schweren Regentropfen schnopse ich kurvig bergauf. Vielleicht wäre das leichtere Zelt vernünftiger gewesen, so wie ich schwitzend den Berg hoch schnaufe.

Die Gegend ist schön. Ich fahre entlang von blühenden Sonnenblumenfelder. Zum Glück bin ich so langsam, so kann ich jede Blume einzeln geniessen.

Auch die Häuser sind sehenswert. Reich verzierte Riegbauten mit schönen Gärten.

Der Regen meint es gut mit mir. Erst als das Zelt auf dem Campingplatz in Flaach steht, regnet es wie aus Kübeln. Gute Entscheidung das dichtere Zelt mitzunehmen.


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