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Rund um Genf


Die Organisation unserer Rundum Reise ist manchmal eine logistische Herausforderung. Jetzt, zum Beispiel, packe ich Fahrrad, Fahrradtaschen, Rucksack, Wanderschuhe und das neue Händy ins Auto und reise nach St. Cergue. Ich werde in drei Tagen Genf mit dem Fahrrad umrunden und danach noch drei Tage mit Hanspeter wandern.

In St. Cergue treffe ich mich mit meiner Schwägerin Monika und deren Mann Köbu. Sie verbringen ein paar Ferientage im französischen Jura.

Wir packen unsere Räder und sausen los Richtung Genf. Zum Glück führt die heutige Etappe mehrheitlich bergab. Monika und Köbu fahren nämlich Flyer und so bleibt auch mir genügend Schnauf um zu plaudern.

Der Veloweg ist gut gekennzeichnet und führt über Felder, durch schmucke Dörfer und schattenspendende Wälder.

Es scheint da eine reiche Gegend zu sein. Vor den Villen stehen teure Autos und wir sehen viele grosse Gutsbetriebe.

Kurz vor Genf suchen wir eine Übernachtung. Ein Hotel oder Bed and Breakfast sollte es sein, da es zu eng wäre zu dritt in meinem kleinen Zelt. Die Suche im Internet nach einer Unterkunft erweist sich als schwierig. Diese Preisklasse können wir definitiv nicht zahlen. Ich telefoniere in ein Hostel in Genf. Dies ist ausgebucht aber in der Jugendhdrberge finden wir ein Dreierzimmer.

Mutig stürzen wir uns in das Verkehrsgetümmel von Genf und sind etwas stolz als wir kurze Zeit später vor der Jugi stehen. Als Diebstahl gebranntes Kind will ich gleich die Velos in den Eingang schieben als der Herbergsleiter abwinkt und uns die Velogarage zeigt. Ob wir reserviert hätten, fragt er uns. Die Herberge sei nämlich ausgebucht. Nach einem kurzen Kontrollblick in den Computer ist bald klar: Wir sind bei der falschen Adresse!

Kopf nicht hängen lassen und sich nochmals in den Sattel schwingen.

Genf zeigt sich uns nicht grad von der schönsten Seite. In der Zwischenzeit regnet es und nicht einmal der Jet d'eau präsentiert sich. Er ist abgestellt.

Monika, Köbu und ich verbringen einen geselligen Abend und am andern Morgen flitzen sie wieder die 700 Höhenmeter zurück nach St. Cergue. Danke für eure Begleitung! Es ist immer wieder lustig und gemütlich mit euch.

Ich fahre an dem Tag den westlichsten Schweizerzipfel ab. Bald schon bin ich ausserhalb der Stadt, fahre durch Rebberge und Weingute. Es riecht nach Spritzmittel.

Wunderschöne Häuser überwachsen mit Kletterrosen, Glyzinen oder Efeu, blühende Blumen in üppigen Gärten und roter Mohn in Feldern. Eine schöne Velotour durch mir unbekannte Gegend.

Nicht immer finde ich den optimalen Weg und es kommt mehmals vor, dass ich auf einem Wanderweg lande und schieben muss.

Zurück in Genf spritzt jetzt der Jet d'eau wie es sich gehört, die Sonne scheint und der See ist glasklar.

Mein Zelt steht in Hermance in einer Wagenburg von Dauercampern. Und auch wenn der Platz direkt am See ist, erhasche ich vom Zelt keinen Blick aufs Wasser.

Am nächsten Tag fahre ich am Genfersee entlang durch Frankreich.

Auch hier blumengeschmückte Häuser, lauschige Restaurants und und viele Badeplätze. Ich mache nur von jedem Dritten gebrauch.

Die herrliche Aussicht auf den See machen mich unkonzentriert und ich folge einem falschen Radweg. Immer höher steige ich, weg vom See und in steilem Auf und Ab. Bis ich es merke habe ich schon viel Zeit und Energie verloren. Der rote Kopf wird beim Runtersausen wieder abgekühlt.

In St. Gingolph schiffe ich ein nach Vevey und mit dem Zug zurück nach St. Cergue.

Morgen gehts weiter zu Fuss mit Hanspeter.


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