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Vom Genfersee ins Wallis


Das schöne Wetter zog uns weiter und wir hatten keine Lust auf einen Ruhetag in Lausanne. Jetzt endlich auf der Via Francigena, in der Schweiz die Nummer 70, flanierten wir am Ufer des Genfersees entlang. Da blühte es, roch nach Frühling und die Rabatten waren mit farbigen Frühlingsblumen angesetzt. Dazu das blaue, glitzernde Wasser und im Hintergrund die hohen Schneeberge. Ein Genuss für alle Sinne ausser die Fusssohlen, die brannten vom ewigen laufen auf Teer. Auf dem Weg nach Vevey wanderten wir durch die Weinberge und da kamen wir das erste mal so richtig ins schwitzen. In Vevey übernachteten wir in einem Hostel, leider zugleich mit einer Gruppe Jugendlichen, die bis weit in die Nacht festeten, johlten und sangen. Nichts für müde Wandersleute. In Vevey besuchten uns Anlikers und Mona. Sie wanderten mit uns bis nach Aigle. Zuerst auch noch alles entlang des Sees bis zum Schloss Chillon. Wieder Prommenade, schöne Vegetation, See, Berge, Teer. Wir hatten viel zu plaudern und so verging die Zeit schnell. Anlikers und Mona begleiteten uns auch auf schnurgeraden, topfebenen, langweiligen, der Sonne ausgesetzten, vorbei an Industrie führenden, endlosen Strässchen. Das sind treue Begleiter. Nach 26km, in Aigle angekommen, gönnten wir uns einen Wein aus der Region und unterhielten uns über unsere schmerzenden Glieder. Sind es die Muskeln, die Füsse oder die Hüften? Das lange Gehen auf Teer ermüdet schon recht. Wir verabschiedeten uns von Mona (sie ist noch zu jung zum jammern und war noch fit), Annaroes und Fredu und haben ihre Gesellschaft total genossen. Auch der nächste Tag beglückte uns mit blauem Himmel und das Schloss Aigle in der Morgensonne war wunderschön. Wir stiegen auf, hoch übers Rhonetal und die Ausblicke ins Tal und die hohen Berge waren eine Pracht. Die Etappe nach Saint Maurice war gut zu bewältigen und die Zeit am Nachmittag reichte noch für eine ausgiebige Besichtigung der ältesten Klosteranlage Europas. Leider hatte es keinen Schlafplatz mehr im Kloster für uns und so nächtigten wir in der Herberge der Franziskaner. Als wir im Kloster einen Stempel holten für unseren Pilgerpass, erklärte uns die freundliche Bürofrau, dass der Abt sehr krank sei und wir doch für ihn beten sollen. Morgen gehts weiter nach Martigny, wo wir einen Ruhetag einlegen wollen.


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