Südwärts

28.10.2019

 

Es sind Herbstferien, Schulferien für meinen Mann. Er hat sich auf den Weg gemacht alles Richtung Süden. Gestartet zu Hause und das Ziel ist Zermatt. Ich kann drei Tage mitwandern und so treffen wir uns in Schwarzenegg an einem wunderbaren Herbsttag. Ich bin mit Zug und Postauto angereist und Hanspeter ist an dem Tag schon zwei Stunden gewandert. Wie könnte es anders sein, wir steuern in das erste Restaurant und trinken Kaffee an der Sonne und haben uns viel zu erzählen. Bis dahin ist Hanspeter schon drei Tage unterwegs.  Unser heutiges Ziel ist Gunten am Thunersee. Von Schwarzenegg steigen wir steil runter zum Fluss Zulg, die wir auf dem Chacelibrandstäg überqueren um anschliessend wieder steil aufzusteigen. Bei der schönen Kirche in Buchen essen wir unser Picnic. Wir waren auch schon mal in buchen auf der Herzroute mit Elektrovelos unterwegs. Ein idyllischer Ort. Unser Weg führt vorbei an stattlichen Bauernhöfen, leider etwas viel auf Asphalt aber immer mit schönen Aussichten. 

Im Rehazentrum Heiligenschwendi gibts einen Kaffeehalt und wir sind uns bewusst, wie gut es uns geht, dass wir das Rehazentrum bald wieder gesund und munter verlassen dürfen. 

Die Aussicht auf die Schneeberge und den Thunersee wird immer spektakulärer und der Abstieg nach Gunten geht zwar etwas in die Knie aber ist ganz gut zu bewältigen. 

MIt ÖV geht es nach Brenzikofen auf den Campingplatz wo Hanspeter unseren VW Bus stationiert hat und wir einen gemütlichen Abend ganz bequem im Bus verbringen. 

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem VW Bus nach Spiez wo wir auf einem Schulgelände parkieren und von Faulensee wieder gegen Süden weiterwandern. Wir steigen auf nach Aeschi und dies lässt den Schweiss schon in Strömen fliessen. Weiter gehts nach Mülenen und der Kander entlang bis nach Rickenbach. Dies ist  eine langweilige Strecke und wir sind froh als wir in Reichenbach ankommen und nachdem wir unsere Sandwiches gegessen haben sind wir auch wieder voller Energie für den langen, bevorstehenden Aufstieg. Ursprünglich planten wir den Aufstieg aufs Gehrihore und dort einen Platz für unser Zelt zu suchen. Es wurde aber vor Sturm und Windböen gewarnt und so haben wir uns entschieden,  dass wir unterhalb des Gerihorns, auf dem Lötschberger Höhenweg,  wandern. Wir finden einen wunderbaren Platz für unser Zelt und verbringen einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer. 

Ein kalter aber schöner Morgen erwartet uns. Das Gerihore lässt die Sonne noch lange versteckt bleiben und so frühstücken wir im Schatten und packen mit klammen Fingern unsere sieben Sachen zusammen. Wir wandern weiter über die Schlafegg, unterhalb des Sattelhorns immer dem Hang entlang Richtung Kandersteg. Sobald wir uns dem Talboden etwas nähern hören wir auch den Verkehr. Der Weg zieht sich lange bis wir in Kandersteg ankommen. Da gibt es einen feinen Hotberrie und hier trennen sich auch schon wieder unsere Wege. Hanspeter wird in den nächsten Tagen alleine weiter Richtung Süden ziehen. Über den Lötschenpass ins Wallis nach Jeizinen, Unterbäch, St. Niklaus und das grosse Finale die Hörnlihütte am Fusse des Matterhorns auf 3260m.

Leider habe ich keine Ferien und so reise ich mit dem Zug nach Spiez, schnappe mir da unseren VW Bus und fahre nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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28.10.2019

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