Auf der Röstigrabenroute

18.06.2019

 

Schon länger beschäftigt uns die Röstigrabenroute eine Wanderung alles entlang der Sprachgrenze vom Jura bis zum Matterhorn. Am heutigen trüben Sonntag soll es wieder eine Etappe auf dieser Sprachgrenze werden. Heute werden wir von Nicole, einer Freundin begleitet und wir rreisen mit dem Zug über Murten nach Sugiez. Dort steigen wir um aufs Schiff und lassen uns auf dem Wasserweg, genauer gesagt im Broyekanal, ins Naturschutzgebiet von La Sauge bringen. Wir nehmen uns nicht Zeit um in Ruhe das Naturschutzzentrum zu besuchen und auch nicht die Zeit auf dem Rundgang die brütenden Eisvögel zu beobachten. Aber ich nehme einen Prospekt mit und nehme mir fest vor ein andermal mit mehr Zeit und Muse zurückzukommen.

Wir wandern kurz entlang dem Broyekanal und rätseln was für Gemüse da in Reih und Glied angepflanzt wurde. Unter einem riesigen Dach wurde Nüsslersalat  in Sand gesät. Der Bauer kommt mit dem Traktor zu rechten schauen. Wir fragen ihn über den Gemüseanbau aus. Er freut sich über unser Interesse und gibt gern Auskunft. Leider kann ich nicht viel über unser Gespräch wiedergeben.Mein französisch ist so, dass ich nicht so recht weiss, ob der Bauer es wirklich so gesagt hat, wie ich es verstanden habe. Darum lasse ich es lieber sein.

Wir steigen auf gegen den Mont Vully. In der Zwischenzeit beginnt es stark zu regnen und wir sind froh, können wir die Regenhosen anziehen ohne die Wanderschuhe auszuziehen. Kleine Freuden bei strömendem Regen. 

Oben im Wald treffen wir auf militärische Bauwerke vom 1. Weltkrieg. Wie wir lesen sollen hier 1914 die Grenzen besetzt worden sein. Eine Abwehrdisposition weit ins Landesinnere verschobene Staatsgrenze. Jetzt ist es aber alles ruhig. Es sind nicht viele Wanderer unterwegs bei diesem Regenwetter. Bei einer kurzen Pause probieren wir aus, wie es ist Brennnesseln zu essen. Kürzlich sahen wir im Fernseher eine Reportage über das Sammeln und Essen von Wildkräuter. Man muss die Nesselblätter fest zusammendrücken und verreiben, so brennen sie nicht. Etwas skeptisch probieren wir es aus und es funktioniert. Sie schmecken würzig.

Auf dem Mont Vully mit schöner Aussicht auf den Murtensee picnicen wir und zwar nicht nur Brennnesselblätter. Es hat in der Zwischenzeit aufgehört zu regnen und wir geniessen unsere Pause mit Aussicht. Der Abstieg nach Sugiez ist aussichtsreich und führt durch schöne Rebberge. 

In Sugiez gönnen wir uns ein Stück Nidlechueche von dem wir schon den ganzen Tag geträumt haben. Wenn wir schon in dieser Gegend sind geht es gar nicht ohne Kuchen heim zu gehen. Wir haben Glück und finden in Sugiez eine Bäckerei himmlischem Kuchen. 

Die nächste Regenfront kündigt sich an. Der Himmel ist schwarz. Wir stürzen uns wieder in unsere Regenkleider und beschliessen trotz des schlechten Wetters die Stunde bis Murten noch zu wandern. Der Weg führt etwas langweilig schnurgerade durch den Wald Richtung Murten. Es regnet in Strömen und wir schreiten zügig ohne viel zu reden voran. Wir erhoffen den Zug in Muntelier zu erwischen. Die letzte Viertelstunde spurten wir und schaffen es grad just auf den Zug. Nass aber zufrieden machen wir uns auf den Heimweg.

 

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28.10.2019

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