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Alpenpanoramaweg Teil 8 Toffen - Zollhaus

Aktualisiert: 8. Mai


Was für ein schöner Frühlingstag für unsere Alpenpanoramawanderung von Toffen nach Wislisau. Heute gibt es viele Begleitung. Meine Schwester Sabine aus Italien ist zu Besuch mit ihrem Partner Federico und Sabines Sohn aus Deutschland wandert auch mit. Dann ist noch unsere Tochter Mona, mein Mann Hanspeter und Johan ein Freund von uns mit dabei. Was für eine kunterbunte Wandergruppe. Wir sprechen schweizerdeutsch, hochdeutsch und italienisch. Kurz nach dem Start treffen wir auch noch auf Franziska, die in Toffen lebt und auch sie begleitet uns. Der Weg führt steil aufwärts, die Sonne lässt uns schwitzen aber die Aussicht auf die Berner Alpen ist wunderschön. Die Wiesen leuchten gelb vom Löwenzahn und wir geniessen alle die Wanderung sehr. Bei der Ruine Rüeggisberg gibt es eine ausgiebige Pause. Hanspeter und ich kamen bei unseren Wanderungen schon mehrmals in Rüeggisberg vorbei. Auch bei meiner Wanderung nach Süditalien. Aber da war das Wetter garstig war lud es nicht zu einer Pause ein.

Heute schon etwas träge und trunken von der Schönheit der Natur sitzen wir am Schatten und lassen die alten Gemäuer auf uns wirken.

Von Rüeggisberg ist es nur noch ein Katzensprung bis Wislisau, von wo wir alle wieder nach Hause fahren.

Zwei Wochen später reisen Hanspeter und ich wieder nach Wislisau und treffen da auf Ursula und Martin, die uns an diesem trüben Frühsommertag begeleiten. Wir sind noch nicht lange unterwegs dann öffnet der Himmel seine Schleusen und es regnet in Strömen. Martin hat keine Regenkleider und wandert tapfer in seinen nassen Jeans.

Das heutige Thema ist Corona und seine Auswirkungen auf unseren Alltag. Ursula arbeitet als Schulleiterin, muss immer wieder neue Massnahmen umsetzen, daraus resultierende Konflikte mit Lehrpersonen und Eltern meistern und äussert Müdigkeit und Angespanntheit. Wir spüren Coronamassnahmen ganz deutlich als wir in Schwarzenburg auf einer Terasse eine warme Suppe schlürfen und uns doch gerne drinnen aufwärmen würden. Wir sind aber froh und dankbar, dass Gaststätten wieder geöffnet haben. Nicht weit nach Schwarzenburg bekomme ich ein Telefonat von meiner Mutter, dass mein Vater, der wegen einer Streifung im Spital ist, austreten kann und sie meine Hilfe benötigen. So lasse ich Hanspeter, Ursula und Martin alleine weiterziehen und ich wandere zurück nach Schwarzenburg.

Wieder sind zwei Wochen vergangen und ich bin heute ohne Hanspeter unterwegs aber mit seinem Bruder Urs. Heute ist ein schöner Sommertag und Urs und ich wandern übers Guggershörndli. Das Guggershörndli ist ein Nagelfluhfelsen in den Berner Voralpen. Eine steile Treppe führt auf diesen Aussichtspunkt. Spektakulär ist die Aussicht bis weit in den Jura und in die Berner Alpen. Wenig Platz hat es auf diesem Aussichtsfelsen und für nicht schwindelfreie Wanderer könnte es etwas problematisch werden. Urs und ich sind aber putzfidel und geniessen diesen Höhepunkt der Wanderung. Wenn wir doch gute Sänger wären dann würden wir jetzt hier oben das Guggisberglied zum besten geben. Aber so besser nicht.


Weiter geht es kreuz und quer durch liebliche Hügellandschaft. Der Abstieg nach Zollhaus ist steil und als wir ein Schild sehen mit einer Warnung vor Schutzhunden, denken wir nicht viel, andern ausserhalb des Zaunes mit Schafen durch und plaudern weitern unten mit dem Bauer. Viele Schicksalsschläge habe er in letzter Zeit erlebt und habe jetzt das Land an einen Schafhirten verpachtet. Wir schauen bergauf und sehen einen einsamen Wandersmann, der wie wir auf dem Wanderweg unterwegs ist. Ein grosser Schutzhund nähert sich ihm bellend, der Wandersmann läuft ruhig weiter. Plötzlich schnappt der Schutzhund und erwischt die Hosen des Wanderers. Wir sind zu weit weg und sehen nicht genau was passiert ist. Das sei jetzt diese Woche schon der zweite Wanderer, der vom Hund geschnappt werde, sagt der Bauer trocken. Urs und ich sind geschockt und froh da heil durchgekommen zu sein. Wir verabschieden uns schnell und verschwinden. Später im Restaurant in Zollhaus treffen wir den angegriffenen Wanderer. Es sei nur die Hose etwas kaputt meinte er unerschrocken. Das sei nicht schlimm. Also ich finde das ziemlich schlimm und finde dass der Schutzhund so nicht frei herumlaufen dürfte oder dass der Wanderweg umgeleitet werden müsste.


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