• Wandermeile

Alpenpanoramaweg Teil 9 Zollhaus - Im Fang


Heute sind Hanspeter und ich alleine unterwegs. Keine Begleitung hat sich heute für das Alpenpanoramawegprojekt angemeldet. Wir steigen in Zollhaus aus dem Postauto und steigen stetig bergan. Manchmal einem Alpweg entlang, dann wieder über Matten und Weiden bis wir auf dem grossen Schwyberg sind. Hier waren wir vor gut zwei Jahren mit den VW Bus und haben an einem schönen Abend im Herbst die Nacht verbracht. Damals war die Alp leer da schon zu spät im Herbst. Jetzt aber hat es da viel Vieh. Wir sitzen lange auf einem Stein und lassen unseren Blick schweifen über die Hügel- und Bergwelt. 13 verschiedene Kantone sollen von hier oben sichtbar sein.

Wir finden den Namen "Schwyberg" nicht so hübsch, sehen aber auf unserer Wanderkarte, dass hier ganz viele Alpen so heissen. Es gibt Fuchses Schwyberg, Gross Schwyberg, Hapferen Schwyberg, Schatters Schwyberg, Schmutzes Schwyberg... jedem sein eigener Schwyberg. So wandern wir über all diese Schwybergalpen bis wir nach einem steilen Abstieg den Schwarzsee erreichen, schnell ins kühlende Nass hüpfen und schon sitzen wir wieder im Postauto auf dem Nachhauseweg.



Zwei Wochen später findet die nächste Alpenpanoramawanderung statt. Diesmal mit viel Begleitung. Marc, Monika und Jakob, Regina und Hanspeter begleiten mich auf die Tour über den Euschelpass. Wir starten in Schwarzsee und ein leichter Regen macht die Kleiderwahl nicht ganz einfach. Der anstrengende Aufstieg lässt uns bald schwitzen und in der Zwischenzeit lacht auch schon wieder die Sonne.

Bei der ersten Alp, der unteren Rippa machen wir Pause, verschnaufen und lassen uns ein kühles Getränk servieren. Es ist eine urige Alphütte, die Glocken der Kühe schmücken das schöne Haus. Lange verweilen wir nicht, haben wir doch noch einen langen Weg vor uns. Weiter gehts durch den Breccaschlund, eine von Gletschern geformte Urlandschaft. Das Wetter lässt uns immer mal wieder Tenuewechseln. Mal regnet es, dann scheint wieder die Sonne.

Auf unserem Weg treffen wir immer wieder auf sogenannte Buvetten, Alpwirtschaften. Jede können wir nicht berücksichtigen. Nach dem Passübergang des Euschelpasses gönnen wir uns ein Eis auf der Ritzlialp bevor wir uns an den langen Abstieg ins Dorf Jaun machen.

Bei diesem Abstieg sehen wir zwei Schlangen. Wer hätte das gedacht.

Von Jaun wandern wir weiter dem Jaunbach entlang bis im Fang. Leider hat das Restaurant wegen einer privaten Feier geschlossen. Wir warten an der Bushaltestelle eine Stunde lang auf das Postauto. Langweilig wird es uns nicht, da die private Feier eine Hochzeit ist und es vor dem Restaurant zu vielen Showeinlagen kommt. Wir sitzen im Feld und schauen dem Treiben zu.



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