• Wandermeile

Alpenpanoramaweg Teil 9 Zollhaus - Greyerz

Aktualisiert: 8. Juni


Heute sind Hanspeter und ich alleine unterwegs. Keine Begleitung hat sich heute für das Alpenpanoramawegprojekt angemeldet. Wir steigen in Zollhaus aus dem Postauto und steigen stetig bergan. Manchmal einem Alpweg entlang, dann wieder über Matten und Weiden bis wir auf dem grossen Schwyberg sind. Hier waren wir vor gut zwei Jahren mit den VW Bus und haben an einem schönen Abend im Herbst die Nacht verbracht. Damals war die Alp leer da schon zu spät im Herbst. Jetzt aber hat es da viel Vieh. Wir sitzen lange auf einem Stein und lassen unseren Blick schweifen über die Hügel- und Bergwelt. 13 verschiedene Kantone sollen von hier oben sichtbar sein.

Wir finden den Namen "Schwyberg" nicht so hübsch, sehen aber auf unserer Wanderkarte, dass hier ganz viele Alpen so heissen. Es gibt Fuchses Schwyberg, Gross Schwyberg, Hapferen Schwyberg, Schatters Schwyberg, Schmutzes Schwyberg... jedem sein eigener Schwyberg. So wandern wir über all diese Schwybergalpen bis wir nach einem steilen Abstieg den Schwarzsee erreichen, schnell ins kühlende Nass hüpfen und schon sitzen wir wieder im Postauto auf dem Nachhauseweg.



Zwei Wochen später findet die nächste Alpenpanoramawanderung statt. Diesmal mit viel Begleitung. Marc, Monika und Jakob, Regina und Hanspeter begleiten mich auf die Tour über den Euschelpass. Wir starten in Schwarzsee und ein leichter Regen macht die Kleiderwahl nicht ganz einfach. Der anstrengende Aufstieg lässt uns bald schwitzen und in der Zwischenzeit lacht auch schon wieder die Sonne.

Bei der ersten Alp, der unteren Rippa machen wir Pause, verschnaufen und lassen uns ein kühles Getränk servieren. Es ist eine urige Alphütte, die Glocken der Kühe schmücken das schöne Haus. Lange verweilen wir nicht, haben wir doch noch einen langen Weg vor uns. Weiter gehts durch den Breccaschlund, eine von Gletschern geformte Urlandschaft. Das Wetter lässt uns immer mal wieder Tenuewechseln. Mal regnet es, dann scheint wieder die Sonne.

Auf unserem Weg treffen wir immer wieder auf sogenannte Buvetten, Alpwirtschaften. Jede können wir nicht berücksichtigen. Nach dem Passübergang des Euschelpasses gönnen wir uns ein Eis auf der Ritzlialp bevor wir uns an den langen Abstieg ins Dorf Jaun machen.

Bei diesem Abstieg sehen wir zwei Schlangen. Wer hätte das gedacht.

Von Jaun wandern wir weiter dem Jaunbach entlang bis im Fang. Leider hat das Restaurant wegen einer privaten Feier geschlossen. Wir warten an der Bushaltestelle eine Stunde lang auf das Postauto. Langweilig wird es uns nicht, da die private Feier eine Hochzeit ist und es vor dem Restaurant zu vielen Showeinlagen kommt. Wir sitzen im Feld und schauen dem Treiben zu.



Es sind wieder zwei Wochen vergangen. Hanspeter und ich treffen Johan im Fang für einen weiteren Wandertag auf der Alpenpanoramatour. Unser Ziel heute ist Greyerz. Von unserem Ausgangspunkt wandern wir dem Fluss Jaun entlang nach Charmey. Gerne würden wir da einen Kaffee trinken aber wir finden kaum ein geeignetes Restaurant. Wir setzen uns auf eine sonnige Terrasse und merken erst nach Langem, dass das Restaurant noch nicht geöffnet hat. Wir bekommen trotzdem einen Kaffee.

Vom Touristenort Charmey steigen wir ab zur Halbinsel Lac de Montsalvens und überqueren den Seearm auf einer spektakulären Hängebrücke. Der Weg führt weiter mit schönen Ausblicken auf den See weiter zur Staumauer, die im Jahre 1919 erbaut wurde und eine Höhe von 55m hat. Wir wandern weiter in die Jaunbachschlucht.


Was für eine abwechslungsreiche Wanderung immer wieder werden neue Ausblicke frei auf den Fluss Jaun, hohe Felswände, enge Durchgänge und dies alles in verschiedenen Grüntönen des Waldes. Der Weg führt über Brücken, durch Tunnels und Galerien. Es gibt so viel zu sehen und wir geniessen es sehr an diesem heissen Sommertag durch diese erfrischende Schlucht zu wandern.

Bei Broc erreichen wir wieder das Sonnenlicht. Die Schokoladenfabrik lassen wir links liegen und wandern über Wiesen und Felder zur Pilgerkapelle "Notre Dames des Marches" aus dem Jahre 1636. Über eine alte Holzbrücke überqueren wir die Sarine und steigen schweisstreibend zum mittelalerlichen Städtchen Greyerz hoch.

Da gönnen wir uns ein kühles Bier und machen uns zufrieden auf den Heimweg.






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