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Auf der Röstigrabenroute


Schon vor zwei Jahren haben Hanspeter und ich die Röstigrabenroute gestartet. Die Route startet in Neumühle bei Roggenburg und endet in Zermatt. In 22 Tagesetappen vom Jura zum Matterhorn immer der Sprachgrenze nach. Genau, ich habe es mit den Grenzen. Hanspeter und ich wanderten schon sechs Tage bis nach Biel.

Heute habe ich die Wanderung weitergefahren, oder besser gesagt weitergelaufen.

Eine gute Freundin begleitet mich heute. Den Start machten wir in Magglingen, das wir mit der Standseilbahn erklimmen. Das schweizerische Zentrum für Sportausbildung. Wir starten noch nicht ganz so sportlich und steuern direkt ins Grand Hotel und dort gibt es einen Starterkaffee. Gut gelaunt und plaudernd steigen wir hoch Richtung Hohmatt. Die Sonne scheint nur milchig durch die Wolken aber das gelbe Herbstlaub lässt den Wald leuchten.

Bevor wir den Twannberg erreichen, picnicen wir auf einer schönen Holzbank. Das halbe Sandwich hat sich verhedert in unseren Zähnen und ich bin erstaunt was meine Freundin alles aus ihrem

Rucksack zaubern kann: Zahnseide. Mit klammen Fingern, es ist in der Zwischenzeit kühl geworden, putzen wir unsere Zahnzwischenräume am Waldrand mit Blick über eine herrliche Landschaft. Das ist doch ein herrliches Leben!

Es ist eine schöne Gegend da. Neben den Wiesen gibt es kleine Wäldchen, Gebüschgruppen und grosse Einzelbäume im Farbenkleid. Das ganze sieht wie ein grosser Park aus.

Das Feriendorf auf Twannberg hat schon bessere Zeiten gesehen und wir sind erstaunt wie viele Ferienhäuschen es da gibt.

Der Weg runter nach Moulin ist ein historischer Verkehrsweg mit Randsteinen und ein Steinbett. Zum Wandern nicht sehr praktisch, da etwas glitschig und sehr uneben, aber wunderschön anzusehen.

Im Glasbläser Kaffee am Anfang der Twannbachschlucht gibts eine Stärkung. Zum Tee kosten wir Pralinés aus der Küche des Restaurantbesitzer. Mangotruffes, Pralinés aus schwarzem Holunder, Schokolade überzogene Nüsse mit etwas Chili. Wir zwei Schleckmäuler begeben uns in die Twannbachschlucht.

Ein wahres Naturerlebnis. Moosbedeckte Steine, steile Felswände, Höhlen und Wasserfälle. Eine märchenhafte Zauberwelt. Unten angekommen, erwartet uns ein Zollhäuschen, wo wir 2 Franken zahlen müssen für die Wegbenutzung. Aber auch die wärmende Herbstsonne strahlt vom jetzt blauen Himmel. Schön sieht es aus die gelben Rebberge, der blaue Bielersee und das schöne Winzerdorf Twann.

Noch ein paar Schritte und wir sind unten am Bahnhof und reisen heim. Ein schöner Wandertag mit angenehmer Begleitung geht zu Ende. Danke Annemarie. (Heute waren zwei Annemaries unterwegs.)


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