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Über den Monte Generoso


Der Ruhetag hat gut getan. Ich bin wieder motiviert und voller Tatendrang. Wir reisen nach Cantine di Gandria und wandern weiter. Es ist immer noch heiss und auch wenn der Wanderweg auf der Karte am See entlang eingezeichnet ist, gibt es immer wieder steile Auf- und Abstiege. Ein Bad im Luganersee muss auch sein. Die Wellen sind hoch und es liegt ein Gewitter in der Luft. Beim Mittagsrast, vis à vis von Lugano, schauen wir zu wie sich die schwarzen Wolken über Lugano entleeren.

Die Wanderung nach Arogno ist kurz und abwechslungsreich. Wir übernachten gemütlich im Hotel.

Wandermeile ist zufrieden, entspannt und gut gelaunt.

Am nächsten Tag steigen wir auf den Monte Generoso. Wir kommen über vier Gipfel bevor wir den Generoso erreichen.

Die Aussicht wird von Gipfel zu Gipfel spektakulärer und ist Lohn für die steilen Strecken.

Ein grosser Teil der Wanderung verläuft direkt auf der Grenze und wir sehen viele Grenzsteine. Das S für die Schweiz ist manchmal spiegelverkehrt eingraviert. Warum? Wir findens nicht raus.

In einem Waldstück an der italienisch-schweizerischen Grenze sehen wir einen Mann. Nur ein Bruchteil einer Sekunde und er verschwindet wieder im Wald und weg ist er. Er sieht nicht aus wie ein Wanderer. Ein illegaler Grenzgänger? Ich bin froh, nicht allein unterwegs zu sein.

Je näher wir der Bahn kommen, desto mehr Volk ist unterwegs. Viele Besucher bewundern das grandiose Panorama auf dem Monte Generoso.

Am späteren Nachmittag laufen wir ein paar Meter weg vom Gipfel Richtung Muggiotal und finden auf einem Grasrücken ein fast ebenes Zeltplätzli. Wir lassen uns von der Abendsonne bescheinen, lesen und geniessen immer wieder die Aussicht.

Das Zelt stellen wir prominent auf dem Grat auf. Nachts darf nicht Schlaf gewandelt werden sonst besteht die Gefahr den steilen Hang runter zu fallen.

Als wir um 3:00 Uhr aus dem Zelt kriechen, sind wir erstaunt, wie viele Lichter leuchten in der Poebene gegen Milano. Dazu der Vollmond. Fast zu schön um wieder ins Zelt zu verschwinden.

Am Morgen gehts ohne Kaffee los. Das Holz ist feucht, es windet stark und die Anzündwürfel sind aufgebraucht. Nur Rauch, kein Feuer, kein Kaffee.

Bei einer Alp laufe ich in eine Spinnwebe mit einer grossen Spinne drin. Wanderstöcke fliegen weg, ein Göiss und ich mache einen Satz auf die Seite. Hanspeter meint ich sei auf eine Schlange getreten und auch die Sennerin der Alp schaut uns fragend an.

In Muggio gibt es den ersten Kaffee des Tages. Was für eine Enttäuschung: er schmeckt wie wie Spülwasser.

Wir laufen weiter nach Cabbio und Bruzzalo.

In Mendrisio gehe ich zur Feier des Tages (wir haben heute Silberhochzeit) zum Coiffeur. Mit flotter Kurzhaarfrisur wandert es sich noch besser.


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